Ausgangslage

10808_costa_rica_san_isidro_parque_de_perez_zeledonSan Isidro de El General, Pérez Zeledón, ist eine Kleinstadt mit ca. 45.000 Einwohnern, gelegen am Fuße des Cerro Chirripó, Costa Ricas höchstem Berg. Die Stadt ist Teil der Region Brunca, die neben Chorotega die höchste Armutsrate Costa Ricas aufweist. Wie viele andere kleine Provinzstädte blieb auch San Isidro nicht vom Strukturwandel der Wirtschaft Anfang der achtziger Jahre verschont. Im Zuge dieses Strukturwandels siedelten sich große Agrarbetriebe in den ländlichen Regionen an und verdrängten dadurch die kleineren Bauern, die mit dieser Konkurrenz nicht mehr wirtschaftlich arbeiten konnten, in die städtischen Ballungsräume.

Dieses plötzliche Überangebot nicht oder nur schlecht qualifizierter Arbeitskräfte führte in viele Stadtteilen zu hoher Arbeitslosigkeit und Armut. In Folge dessen intensivierten sich soziale Probleme wie häusliche Gewalt und Drogenmissbrauch und die Rate der Schulabbrecher stieg auf Grund weitgehender Perspektivlosigkeit sprunghaft an. Durch die nicht vorhandene Infrastruktur und die schwierigen sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen in diesen Stadtteilen besteht dort praktisch kein Angebot an Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen, so dass diesen lediglich der Aufenthalt auf den Straßen bleibt. Besonders die Viertel Cocori, Tierra Prometida, Pavones und Los Chiles sind als höchst problematische soziale Brennpunkte einzustufen.