Calufa (Europatour 2013)

CALUFA (Zirkustheaterstück  FANTAZZTICO)

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Inhalt : (Kurzbeschreibung)

„Marcos, aufgewachsen in den ländlichen Vorstadtvierteln von San José und geprägt von der hingebungsvollen Liebe seiner Mutter und den Züchtigungen seines Stiefvaters übertrifft sich jeden Tag mit neuen Einfällen von Streichen, die ihm immer wieder Niederlagen und Demütigungen einbringen, von denen er sich aber nicht unterkriegen lässt. So endet die liebevolle Pflege eines Hahns, den er als Geschenk bekommt mit einem Desaster. Auseinandersetzungen mit Jugendbanden aus benachbarten Wohnviertelen und Intrigen seiner Vorgesetzten eskalieren zu Gewalt, führen ihn aber letzten Endes zur Einsicht der notwendigen Verbrüderung und der Suche nach einer solidarischen Welt, die offen und frei  ist“.

 

Literarischer Hintergrund:

Grundlage und  Hauptinspiration für die neue Produktion  ist das literarischen Wek „Marcos Ramirez“ von Carlos Luis Fallas (CALUFA). Fallas ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Costa Ricas. Seine Hauptwerke, Mamita Yunai, Mi Madrina und Gentes y Gentecillas wurden in alle Sprachen übersetzt. Zu dem war er eine  zentrale Figur  in den sozialen Auseinendersetzungen der 30er Jahren während der grossen Streiks der Bananenarbeiter im Atlantikgebiet.

Der stark autobiographische Text des Marcos Ramirez, ein costarrikanischer „Tom Sawyer“ ermöglicht eine starke Identifizierung der Zirkuskinder und Jugendlichen mit dem Helden vor allem auf der Grundlage eines sehr ähnlichen marginalen, ländlichen Umfeldes.

Jeder einzelne des Fantazztico-Teams ist ein Marcos Ramirez. Die Romanfigur schafft Identifizierung und Bewusstsein ihrer eigenen Existenz, ihres grossen kreativen Potentials, ihrer Phantasie und persönlichen Stärke. Als Folge ihres Werdeganges und ihres künstlerischen Ausrucks  entdecken die Kinder und Jugendlichen dass unsere Welt  gross und frei ist und dass andere Individuen wie sie existieren.

Das Stück ist eine Geschichte der marginalen Bevölkerungegruppen unserer Gesellschaft jedoch auch eine Geschichte der menschlichen Solidarität, voll von Abenteuern, bunt, humorvoll, ein Epos der Hoffnung und des Optimismus.

Das Drehbuch und die Produktion dieses Stückes stellen für Künstler und Publikum einen wichtigen Lern- und Bewusstwerdungsprozess des Entdeckens ihrer Möglichkeiten als Akteure in dieser Gesellschaft  dar. Zum anderen ermöglicht uns das Stück eine Annäherung an wichtige Kapiteln der costarikanischen Geschichte, die stark in Vergessenheit geraten sind.

 

Umsetzung:

Das Zirkustheaterstück schliesst unterschiedliche traditionelle und moderne Zirkuselemente (Tempoakrobatik, Partnerakrobatik, Menschenpyramiden, Jonglage mit Bällen, Keulen und Diabolos, Clown, Einrad, Stelzenlauf, Luftakrobatik an Tüchern, Vertikalseil, Trapez, Strapaten, Mastil), sowie Tanz und Theater mit ein.

Das komplette Stück mit einer Länge von 60 Minuten wird in Costa Rica und Europa  ab August  2013 von einer Gruppe von 15 Artisten, 5 Livemusikern und 3 Technikern  aufgeführt werden.